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Künstler, Kunstschaffende, Kulturevents

Kunst und Fiskus, wie geht das?

Bekannt ist, die heimischen Künstler und Kulturschaffenden sind im Regelfall als „Neue Selbständige“ GSVG-pflichtversichert und können jährlich einen Zuschuss von max. ? 1.350 vom Künstlersozialversicherungsfonds erwirken. In der einkommensteuerlichen Gewinnermittlung können sie im Rahmen der „Künstlerpauschalierung“ die üblichen Betriebsausgaben mit 12 % des Umsatzes geltend machen.

Wie sieht dies nun mit den ausländischen, in Österreich beschränkt steuerpflichtigen Kunstschaffenden aus, die an den Kulturevents mitwirken?

Grundsätzlich sind vom Künstlerhonorar 20 % Abzugsteuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Die Doppelbesteuerungsabkommen-Entlastungsverordnung eröffnet
2 Möglichkeiten der Steuerentlastung,

  • das Rückzahlungssystem, d.h. die Abzugsteuer wird einbehalten und der ausländische Kulturschaffende beantragt die Rückzahlung beim Finanzamt Bruck-Eisenstadt-Oberwart und
  • das Quellenentlastungssystem, d.h. der ausländische Kulturschaffende weist mittels „Ansässigkeitsbescheinigung“ (Formular ZS-QU1) seines Wohnsitzstaates die Voraussetzungen der Quellenentlastung nach, womit keine Abzugsteuer einbehalten wird.

TIPP: Die Dokumentationspflichten sind umfangreich; das Risiko des inländischen Veranstalters ist groß, weil er für den Steuerabzug und die Abfuhr haftet. Daher in Zweifelsfällen immer Steuerabzug vornehmen und das Rückzahlungssystem wählen.

 
 
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